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Kohlekraftwerke werden seit Dutzenden von Jahren zur Stromerzeugung gebaut. Die Verbrennung von Braun- und Steinkohle bewirkt den Ausstoss riesiger Mengen von Treibhausgasen, die für den Klimawandel verantwortlich sind.  Wegen ihrer gewaltigen negativen Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Klima werden diese Grosskraftwerke in den letzten Jahren wie die Atomkraftwerke in den siebziger und achziger Jahren vehement bekämpft. Zukunft statt Kohle mit Sitz im Kanton Graubünden bekämpft die Kohle-Strategie der Bündner REPOWER und der Bündner Regierung. Diese ist mit 58,3% an REPOWER beteiligt und stützt deren Plan, in Saline Joniche (Kalabrien, Italien) ein riesiges Kohlekraftwerke zu errichten. Ein zweites Kohlekraftwerk in Brunsbüttel (Unter-Elbe, Deutschland) musste REPOWER anfang 2012 aufgrund zu grossen Widerstands und ungüstiger Rahmenbedingungen mit einem Verlust von Fr. 7 Millionen aufgeben.

Katastrophal fürs Klima
Kohlekraftwerke sind katastrophal für das Klima. Trotzdem möchte Repower solche Mammut-Kohle-Monster gegen den Widerstand der betroffenen Regionen bauen. Es handelt sich dabei um zwei riesige Kohlekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 3120 MW. Dies entspricht etwa der Gesamt-Leistung aller Atomkraftwerke der Schweiz. Kohlekraftwerke sind keine Lösung für den Ersatz von Atomkraftwerken, denn allein die zwei Kohlekraftwerke von Repower würden fast 40% aller CO2-Emissionen der Schweiz produzieren oder das 14-fache des gesamten jährlichen CO2-Ausstosses des Kantons Graubünden.

Wirtschaftlich hochriskant
Investitionen in Kohlekraftwerke sind mit erheblichen wirtschaftlichen Risiken verbunden. Dieses Risiko trägt der Kanton Graubünden mit, da er der grösste Aktionär der Repower AG ist. Investitionen in Kohlekraftwerke seien Hochrisiko-Investitionen, warnt selbst Avenir Suisse, die Denkfabrik der Schweizer Wirtschaft. Gemeinden und Kantone sollten sollten darum die Hände davon lassen. Der Kanton Graubünden muss darum im eigenen Interesse alles daran setzen, dass Repower und andere Gesellschaften mit Kantonsbeteiligung weder heute noch zukünftig in Kohlekraftwerke investieren.

Ineffizient
Kohle ist mit Abstand die ineffizienteste Art der Stromerzeugung. Alte Kohlekraftwerke erreichen einen Wirkungsgrad von nur gerade 30%. Mit neuen Projekten kann die Energiebilanz zwar um bis zu 15% verbessert werden. Das ändert aber nichts daran, dass Kohlekraftwerke die ineffizientesten Kraftwerke sind. Bei der Stromproduktion aus Kohle verpufft mehr als die Hälfte der Energie.

Menschenverachtend
Kohlekraftwerke stossen einen Cocktail an Schadstoffen aus - tonnenweise Feinstaub, Schwefeldioxid, Stickstoffoxide, Blei, Nickel und Quecksilber. In der Umgebung von Kohlekraftwerken ist keine Landwirtschaft mehr möglich. In den Abbaugebieten wie Kolumbien kommt es infolge des Profitstrebens zu Korruption, Menschenrechtsverletzungen, Vertreibungen und Morden. Die Umwelt wird unumkehrbar vergiftet und verseucht, viele Kinder und Erwachsene erkranken und sterben.

ES GIBT ALTERNATIVEN
Kohlekraftwerke tragen nichts zu einer besseren Stromversorgung in der Schweiz bei. Repower sagt selbst, dass der Kohlestrom nicht für die Stromversorgung der Schweiz bestimmt ist. Das ist auch nicht nötig: Graubünden produziert aus Wasserkraft fast vier Mal so viel Strom, wie der Kanton verbraucht. Und schliesslich gibt es bei uns genug Alternativen für ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Investitionen in Stromeffizienz und einheimische erneuerbare Energien. Kohlekrafwerke sind eine unnütze, schädliche, hochriskante und unverantwortliche Strategie. Deshalb: NEIN zu den Kohlekraftwerkplänen von Repower und JA zu sauberer Energie ohne Kohlestrom.

Verein Zukunft statt Kohle, Tobelgasse 13, 7208 Malans, zukunftstattkohle@sunrise.ch

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