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Brunsbüttel

Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel

 

Repower plante mit der deutschen Südweststrom SWS ein Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein, 80 km von Hamburg). Dort ist an der Elbe der Bau von zwei Kraftwerksblöcken zu je 900 MW Leistung vorgesehen. Repower plant, daran einen Anteil von 200 bis 400 MW zu halten.

SüdWestStrom ist ein Zusammenschluss von gegen 100 Stadtwerken hauptsächlich aus Deutschland, zu einem kleinen Teil auch in Österreich und der Schweiz.

Die Proteste der lokalen Bevölkerung und Klagen von deutschen Umweltverbänden haben das Bewilligungsverfahren verlängert.

Mit der Anlage in Brunsbüttel wollte Repower ihren Anteil an Eigenproduktion, Vertrieb und Handel auf dem deutschen Markt vergrössern. Die Bandenergie von Kohlekraftwerken könnte auch für den Betrieb von Repowers Pumpspeicherkraftwerk Lago Bianco genutzt werden, was Vertreter von Repower 2010 abstritten.

Infolge des Wirkungsgrades von nur 46%, aufgrund von anhaltendem politischem Widerstand, juristischen Unsicherheiten und grossen wirtschaftlichen Fragezeichen sind vor dem Hintergrund des Klimaerwärmung im April 2010 die Schweizer Groupe E (Fribourg) und Groupe Romande (Waadt), nach der (vorübergehenden) Laufzeit-Verlängerung der deutschen Atomanlagen vom Herbst 2010 in den ersten Monaten 2011 weitere Elektrizitätsgesellschaften aus dem Projekt ausgestiegen. Repower reduzierte mit der Erteilung der ersten Teilgenehmigung per 01.03.11 ihre Beteiligung an der Projektierungsgesellschaft von 51% auf 36%. Mehrere deutsche Stadtwerke versuchten ebenfalls, ihre Beteiligungen abzustossen, fanden aber keine Ersatz-Investoren und fürchteten bei einem Ausstieg finanzielle Verluste.

Angesichts der Proteste der lokalen Bevölkerung und des Widerstands in Graubünden, der Bevorzugung von Erneuerbarer Energie im Deutschen Stromnetz, der Klagewelle der Deutschen Umwelthilfe und BUND und der Unwirtschaftlichkeit des Projektes hat Repower zu spät erkannt, dass eine Realisierung nicht möglich ist und schrieb ihre Projektkosten in der Höhe von 7 Millionen Franken per Ende 2011 ab. Nachdem Repower ihren Rückzug im Frühling 2012 bekannt gegeben hatte, gab  in der Folge auch der zweite grosse Partner Südweststrom SWS das offizielle Scheitern des Projektes bekannt. Damit hat der Verein Zukunft statt Kohle 50% seines Ziels, die zwei Kohlekraftwerke Repowers in Saline Joniche und Brunsbüttel zu Fall zu bringen, erreicht.

Technische Daten :

Installierte Leistung 2 x 900 MW - Jährliche Produktion ca 11'500 GWh - Wirkunsgrad  46% - Investitionskosten ca 3 Mia. €

 

Verein Zukunft statt Kohle, Tobelgasse 13, 7208 Malans, zukunftstattkohle@sunrise.ch

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